Blog / Gedanken, Tipps und Tools

Freischaffende sind für ihren Wissensstand selbst verantwortlich und müssen sich neben der Auftragsarbeit regelmäßig um Weiterbildung bemühen. Ein Überblick für freie Lektoren, Übersetzer und Journalisten.

Berufsverbände und Netzwerke

Freischaffende im Medienbereich sind in eigenen Verbänden organisiert. Existenzgründer finden hier eine erste Anlaufstelle, Mitglieder profitieren von besonderen Angeboten, vergünstigten Seminaren und dem Austausch in Regionalgruppen.

Für Lektoren: Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL)
Für Übersetzer: Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V. (VdÜ)
Für Journalisten:
Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
Freischreiber – Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten
Für Textfrauen: Texttreff


Seminare

Die Berufsverbände bieten regelmäßig Seminare, Vorträge und Workshops für Einsteiger und alte Hasen an, teilweise in Kooperation mit anderen Verbänden und Netzwerken.

Auf der Website des VFLL gibt es eine Übersicht der Seminarangebote für Lektoren mit Links zu Kooperationspartnern und weiteren Angeboten, auch für andere Freischaffende aus dem Kreativbereich. Die Akademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage e. V. (ABZV) bietet Seminare für Journalisten an, der VdÜ für Übersetzer.

» Seminare VFLL
» Seminare ABZV
» Seminare VdÜ


Fachliteratur

Leitfäden der Verbände

Beim VFLL ist der Leitfaden Freies Lektorat erhältlich, inzwischen in einer erweiterten, sehr umfassenden Auflage.

» Leitfaden bestellen

» meine Rezension

Für Übersetzer hat der VdÜ auf seiner Website einen kleinen Onlineleitfaden eingestellt.

» zum Leitfaden

Duden

Der Dudenverlag gibt zahlreiche Publikationen zu den Themen Schreiben, Korrigieren und Redigieren heraus. Dazu gehören die klassischen Nachschlagewerke Band 1–12 sowie eine ganze Reihe von Ratgebern.

Unverzichtbar ist neben dem Klassiker, dem gelben Rechtschreibduden, der grüne Band 9: Richtiges und gutes Deutsch. Außerdem wichtig: Die Grammatik (Band 4) und Das Synonymwörterbuch (Band 8). Bei den Ratgebern sind die Bände zu Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Stil interessant.

Handbücher für Freie

Bücher machen – Ein Handbuch für Lektoren und Redakteure behandelt ein breites Themenfeld – Lektorat, Recht, Herstellung, Vertrieb, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit – und richtet sich an fest angestellte wie freie Lektoren und Redakteure.

Treffpunkt Text: Das Handbuch für Freie in Medienberufen richtet sich an alle Freiberufler, die kreativ mit Texten arbeiten. Es beschreibt die verschiedenen Berufe und bietet umfangreiche Informationen zur Selbstständigkeit.

Von mediafon gibt es den Ratgeber Selbstständige für Freischaffende in Dienstleistungsberufen (als Print- und Onlineausgabe).


Onlineangebote

Fachgruppen und Foren

In den sozialen Netzwerken gibt es berufsspezifische Gruppen für den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Meine tägliche Dosis Weiterbildung bekomme ich in der Facebookgruppe Lektorat und Korrektorat. Dort tummeln sich inzwischen mehr als tausend Mitglieder. In der Gruppe werden sprachliche Zweifelsfälle besprochen, aber auch Tipps und Informationen zum beruflichen Alltag weitergegeben. Nicht nur als Neuling kann kann man hier stetig dazulernen.

Wenn Sie texten, können Sie sich im Forum texter.me umsehen, für Übersetzer gibt es zum Beispiel die Plattform proz.com.

Webinare und Onlinepräsentationen

Es muss nicht immer das klassische Seminar sein. So bieten etwa Freischreiber und der DJV Webinarreihen an.

» Webinare Freischreiber
» Webinare DJV

Auf Portalen wie SlideShare und Speaker Deck können Präsentationen, Grafiken, Webinare, Videos und andere Dateien hochgeladen und so frei zugänglich gemacht werden. Themenbereiche sind zum Beispiel Marketing, Social Media, Design und Unternehmertum. Als Freiberufler können Sie hier vom Wissen anderer profitieren und Ihr eigenes teilen.

» SlideShare
» Speaker Deck

Ein Beispiel für eine solche Präsentation: Start in die journalistische Selbstständigkeit (die Informationen sind auch für andere Freie interessant).

Blogs

Viele Freiberufler pflegen ein eigenes Blog, auf dem sie über die verschiedenen Aspekte ihrer Arbeit schreiben, aus ihrem Alltag berichten und ihr Wissen teilen. Eine lohnende Lektüre sind auch Blogs, die sich spezifisch mit Sprache und Schreiben auseinandersetzen, zum Beispiel:

» Neusprech
» Belles Lettres
» Duden-Sprachratgeber

Kennen Sie weitere Fortbildungsangebote für Freiberufler? Ich freue mich über einen Kommentar.

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Miriam Muschkowski

Miriam Muschkowski

Griffelspitzerin vom Dienst. Damit Ihre Texte für Sie sprechen.

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