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Ich gehe ja gerne zu Fuß. Das hat so was Meditatives und man kommt an die frische Luft. Außerdem erlebt man bei einem kleinen Spaziergang oft ganz unterhaltsame Dinge. So auch neulich, als ich auf meinem Nachhauseweg an einer roten Ampel warten musste.

Es regnete leicht und die meisten Leute versteckten den Kopf unter ihrer Kapuze oder dem Regenschirm. Von der anderen Straßenseite näherten sich eine Frau und ein Mann, beide mit Schirm und offenbar in Eile: Sie ignorierten das rote Männlein in der Ampel und liefen, den Kopf unter dem Regenschirm gesenkt und ohne nach rechts und links zu schauen, dicht hintereinander über die Straße.

Während ich noch darüber nachdachte, wieso ich immer nur ältere Menschen bei Rot über die Straße gehen sehe, hatte sich der Mann neben mir ebenfalls so seine Gedanken gemacht. Er wandte sich mir zu und sagte: „Und dann wundern se sich, wenn se in der Zeitung kommen – mit schwarzem Rand …“

Miriam Muschkowski

Miriam Muschkowski

Griffelspitzerin vom Dienst. Damit Ihre Texte für Sie sprechen.

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