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Vom Weihnachtsmann wünscht man sich in meinem Alter ja nix mehr. Das ist auch okay so. Heute habe ich andere Wünsche, die sich nicht auf Festtage konzentrieren, und der Adressat ist üblicherweise auch kein dicker Mann mit rotem Mantel und weißem Rauschebart.

Ich habe einen Fernsehwunsch. Nur einen, werden Sie jetzt vielleicht fragen. Natürlich nicht: Von unseren Fernsehmachern kann und darf man sich ruhig noch viel mehr wünschen. Heute aber soll es um einen einzigen Wunsch gehen, der mir sehr am Herzen liegt.

Liebe Menschen beim SWR: Bitte, bitte produziert eine zweite Staffel von Die Kirche bleibt im Dorf! Nie wurdet ihr eurem Slogan gerechter als mit dieser Serie. Am besten Südwesten finden da nicht nur die Schwaben, sondern auch die vielen begeisterten Fans außerhalb des Ländles. Man könnte auch sagen: Es gibt mindestens 7.950 gute Argumente (and counting) für eine Fortsetzung der Serie.

Eines meiner persönlichen Highlights entdeckte ich gleich zu Beginn: Hat eigentlich noch jemand außer mir bemerkt, was für eine wunderbare Stimme Rainer Piwek/Pfarrer Kai-Uwe Köster hat? Um dieser Stimme zuzuhören, würde sogar ich Heidenkind mich in den Beichtstuhl hocken. (Ob die Kirche dieses Potenzial wohl schon erkannt hat?) Ich verspreche auch kein Gras darin zu rauchen. Wobei man ja nicht weiß, ob einem nicht vielleicht der Pfarrer selbst die Tüte hinstreckt. Das wäre allemal besser als ein Stückle Kuchen von Elisabeth Rossbauer.

Überhaupt: Elisabeth Rossbauer! Einladend wie ein Fass Atommüll und charmant wie der Rausschmeißer in der Dorfdisco – man muss sie einfach mögen. Genau wie die anderen Charaktere, weil sie alle etwas ganz Eigenes haben und der Serie dadurch so viel Leben einhauchen. Da verzeiht man gerne, dass das Schwäbisch mancher Schauspieler etwas, nun ja, einstudiert klingt. Als Schwäbin musste ich da manches Mal lachen, Nichtschwaben verstehen die Dialoge so wahrscheinlich besser. Nur dem Pfarrer hilft es nicht, was uns Zuschauern wunderbare Momente beschert. Wer hat sich nicht köstlich amüsiert, als sich Elisabeth Rossbauer mit „Adele“ vom Pfarrer verabschiedete, und dieser daraufhin mechanischAdele“ antwortete, um sich direkt danach zu fragen:
„Adele … wer ist das nun wieder?“

Da wir schon beim Klang sind, muss unbedingt auch die Musik angesprochen werden, denn da hat sich jemand echt Mühe gegeben: Die ausgewählten Songs passen immer richtig gut zur jeweiligen Episode und ihrer Stimmung. Wenn das nicht schon ein weiterer Wunsch wäre, würde ich vorschlagen: Wie wär’s mit einem Soundtrack?

Bevor das mit den Wünschen doch ausufert, zurück zum Ausgangspunkt: Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht in Ober- und Unterrieslingen!

Also, lieber SWR: Gib dir einen Ruck! Du willst es doch auch.

Miriam Muschkowski

Miriam Muschkowski

Griffelspitzerin vom Dienst. Damit Ihre Texte für Sie sprechen.

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