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Alle Jahre wieder begegnen mir auf Weihnachtskarten, Festankündigungen und Einladungen drei typische Fehler, die zwar nicht lange Saison haben, aber vielleicht gerade deshalb nicht totzukriegen sind.

Silvester oder Sylvester?

Zum Jahreswechsel laden Sie bitte nur zur Silvesterparty ein. Für den Vornamen Silvester/Sylvester gibt es zwar beide Schreibweisen, Namensgeber für den letzten Tag im Jahr war aber Papst Silvester I. Die Schreibweise „Sylvester“ ist hier also falsch. (Na ja, falls tatsächlich Sylvester Stallone zur Feier käme, könnte man wohl darüber hinwegsehen. Dazu dürfte hierzulande allerdings kaum jemand eine Einladung ins Haus flattern.)

Frohes neues Jahr

Das neue Jahr halten viele für einen Eigennamen, dabei handelt es sich hier um ein schlichtes Adjektiv. In der Wendung „Frohes neues Jahr“ wird „neues“ deshalb immer kleingeschrieben. Das gilt übrigens auch für das Adjektiv „froh“, das nur am Satzanfang oder wenn der Gruß für sich alleine steht, großgeschrieben wird. Ansonsten schreiben Sie: „Wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr.“

Richtig danke sagen

Wenn Sie sich für die guten Wünsche schriftlich bedanken wollen, haben Sie die Wahl zwischen „danke sagen“ und „Danke sagen“, beides ist korrekt. Knifflig wird es, wenn Sie „schön“ hinzufügen wollen. Richtig ist nur die Getrenntschreibung: „danke schön für Ihre Grüße“. Aber Achtung: Die Substantivierung „ein herzliches Dankeschön“ schreibt man zusammen.

Und wenn „danke“ für sich alleine und nicht am Satzanfang steht? Dann schreiben Sie immer klein: „… und danke für Ihre Karte.“

In diesem Sinne: Danke fürs Lesen, schöne Weihnachtstage, einen tollen Silvesterabend und ein frohes neues Jahr.

Miriam Muschkowski

Miriam Muschkowski

Griffelspitzerin vom Dienst

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